Vorwort zum Konzept Psychische Gesundheit Zug

Gesundheitsdirekt Joachim Eder hat das Vorwort zum Konzept ‘Psychische Gesundheit im Kanton Zug’ verfasst:

Gesundheitsdirektor Joachim Eder

Gesundheitsdirektor Joachim Eder

«Die Verbesserung der psychischen Gesundheit wird als wichtigstes Ziel der Öffentlichen Gesundheit betrachtet.» Dies war das Ergebnis einer Befragung von über hundert Zuger Fachpersonen aus dem Gesundheits- und Sozialbereich, welche Ende 2001 im Hinblick auf die Erarbeitung des Rahmenkonzepts Gesundheitsförderung und Prävention im Kanton Zug» durchgeführt wurde.

Es dauerte nicht lange, bis den Worten Taten folgten und das «Zuger Bündnis gegen Depression» als Schweizer Pilotprojekt ins Leben gerufen wurde. Die gemeinsame Kampagne der Gesundheitsdirektion des Kantons Zug, der Selbsthilfeorganisation EQUILIBRIUM und des Bundesamtes für Gesundheit machte die Krankheit Depression in unserem Kanton zum öffentlichen Thema. Zusätzlich diente das Bündnis auch als Plattform für Fachleute und Institutionen, die sich mit der psychischen Gesundheit auseinandersetzen.

Diesen Geist der partnerschaftlichen Zusammenarbeit gilt es zu pflegen und die vereinten Anstrengungen weiter voranzutreiben. Denn Einzelmassnahmen allein genügen nicht, um die Situation psychisch kranker Menschen nachhaltig zu verbessern. Schutzwände an Brücken sind beispielsweise nur eines von vielen Elementen zur Suizidprävention – neben der Früherkennung, Abklärung, Behandlung und Hilfe für die Betroffenen.

Deshalb hat der Zuger Regierungsrat gleichzeitig mit der Realisierung von baulichen Schutzmassnahmen an den beiden LorzentobelbrĂĽcken der Gesundheitsdirektion auch den Auftrag erteilt, ein Gesamtkonzept psychische Gesundheit zu erarbeiten. Diese ganzheitliche Sichtweise entspricht dem politischen Willen, dem wichtigen Thema einen zentralen Stellenwert zu geben, unter Beachtung der individuellen und gesellschaftlichen Dimensionen.

Diese Stossrichtung deckt sich auch mit den Schlussfolgerungen des OECD-Berichts zum Gesundheitssystem der Schweiz, der eine vermehrte Konzentration der Präventionsaktivitäten auf Bereiche fordert, die bisher vernachlässigt wurden. Dazu gehört speziell auch die psychische Gesundheit. Die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz hat zudem in ihrer langfristigen Strategie «Psychische Gesundheit – Stress» als eines von drei Kernthemen definiert.

Die breite Abstützung für eine Verstärkung der Anstrengungen im Bereich der psychischen Gesundheit ist also vorhanden, sie ist meines Erachtens sogar gut. Jetzt gilt es, die gewonnenen Erkenntnisse umzusetzen. Das vorliegende Konzept bildet dafür eine hervorragende Grundlage, indem es klare Ziele und konkrete Massnahmen aufzeigt.

Ich danke allen, die durch ihre Mitarbeit und ihre RĂĽckmeldungen dazu beigetragen haben, dass das Konzept breit abgestĂĽtzt ist und sich eng an den BedĂĽrfnissen der Praxis orientiert. Ich bin ĂĽberzeugt, dass die Kooperation und das Engagement aller Beteiligten ideale Voraussetzungen fĂĽr eine erfolgreiche Umsetzung sind.

Joachim Eder, Landammann
Gesundheitsdirektor des Kantons Zug
Zug, 8. Januar 2007