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Weihnachtszeit: Starke Zunahme der Telefonberatungen

Die Erwartungen an besinnliche und frohe Weihnachten erfüllen sich nicht für jeden: Für viele Menschen bedeutet Weihnachten Stress und Streit in der Familie oder die Erfahrung der Einsamkeit. Häufig ist das Sorgentelefon 143 der Dargebotenen Hand der Zentralschweiz über die Festtage die letzte Anlaufstelle für verzweifelte Menschen. Rund um die Uhr steht die Dargebotene Hand mit ihrem Angebot zur Verfügung.

Weihnachten, das Fest der Freude und Liebe steht vor der Tür. Doch nicht für alle ist Weihnachten ein Ereignis der Freude. Viele Menschen fühlen sich in diesen Tagen einsam, spüren Frust, Trauer oder ärger. «Viele Anrufende, die uns über die Festtage kontaktieren, fühlen sich einsam und verzweifelt», so der Geschäftsführer Klaus Rütschi von Telefon 143, der Dargebotenen Hand in der Zentralschweiz. «Während unter dem Jahr die Themen in der Alltagsbewältigung und psychische Probleme dominieren, stehen im Dezember die Einsamkeit und Beziehungsprobleme im Zentrum.»

über 13% mehr Anrufe

Die Dargebotene Hand unterstützt Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Bei Tel 143 Zentralschweiz sind rund 50 Freiwillige rund um die Uhr an 365 Tagen am Telefon, via E-mail oder Internet-Chat für Menschen in einer Krise, bei Sorgen aller Art da. Nachdem die Mitarbeitenden während eines Jahres intensiv in Kursen und Praktika auf ihre Arbeit vorbereitet worden sind, beraten und unterstützen sie Hilfesuchende anonym und engagiert. Seit Oktober nun nehmen die Hilfesuchenden kontinuierlich zu. Das Telefon 143 verzeichnete seit Oktober eine Zunahme der Anrufenden um 13.4%. «Das sind 4-5 Anrufe mehr pro Tag!» erklärt Klaus Rütschi. «Das ist auch eine enorme Belastung für unsere Mitarbeitenden.»

Die Monate im Oktober, November und Dezember führen jedes Jahr zu vermehrten Anrufenden bei dem Sorgentelefon. So verzeichnet die Dargebotene Hand im Monat ca. 1‘000 Gespräche. Im vergangenen Jahr haben sich 14‘000 Hilfesuchende an Tel143 gewendet. «Wir gehen davon aus, dass wir dieses Jahr wiederum einen Zuwachs von 6-8% per Ende Jahr ausweisen», interpretiert der Geschäftsführer die neuesten Statistik-Zahlen. Der starke Anstieg in den letzten Monaten – mit 1‘120 bis 1‘200 Anrufenden, zeigt deutlich, dass die gesellschaftlichen Veränderungen eine grosse Nachfrage nach einer solchen Hilfeleistung bedingen. «Immer mehr Menschen kommen mit dem Alltag nicht mehr zurecht und suchen sich Hilfe bei uns», so Rütschi.

Eigeninitiative ergreifen

Gerade in der Weihnachtszeit gibt es viele offene Weihnachtsfeiern in Altersheimen, Spitäler, Pfarreiheimen, Begegnungsstätten und Restaurants. Das Sorgentelefon rät dazu, die Eigeninitiative, wenn möglich früh genug zu ergreifen und für den Weihnachtsabend Leute einzuladen oder sich nach geeigneten Angeboten in der Region umzusehen. Telefon 143 hilft auch dabei, wenn man das Gefühl hat, dass einem die Einsamkeit erdrückt. Die Telefonberatenden der Dargebotenen Hand sind auch während der Weihnachtsfeiertage Tag und Nacht rund um die Uhr für Sie da.

 


Die Dargebotene Hand

Neben der Telefonberatung bietet www.143.ch auch E-Mail-Beratung und Einzelchat an, für jene Menschen, denen das Reden schwer fällt.

Die häufigsten Anfragen sind in 4 Kernbereiche gegliedert:

  • Krisengespräche: Auffangen von Menschen in Krisen und seelischen Notlagen, Verhindern von Kurzschluss- und Gewalthandlungen
  • Beratende Gespräche mit Menschen, die ein persönliches Problem mit einer neutralen Stelle besprechen möchten
  • «Offenes Ohr» und unterstützende Gespräche mit Menschen in schwierigen Lebenslagen, Hilfe zur Tagesstrukturierung und Lebensbewältigung
  • Adressenvermittlung von Fachstellen in der Region: Tel 143 kann auf 650 spezialisierte Fach-und Beratungsstellen verweisen